Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung: Nacht der Ideen beim Foodhub NRW

Diese Woche waren wir bei der Nacht der Ideen vom Foodhub NRW in Essen. Hier haben wir uns mit vielen tollen Foodsavern, Startups und Menschen aus der Nachhaltigkeitsszene zum Thema Lebensmittelverschwendung – bzw. deren Vermeidung ausgetauscht. Unter dem Titel „Upcycling – Wie können Produkte mit kleinen und größeren Fehlern wieder marktfähig gemacht werden“ hat unser Gründer Matthias Beuger die Idee hinter Veggie Specials und unsere Eigenmarken TOFU MAMA und Saitan vorgestellt.

Startups und Unternehmen aus der Foodszene: TO GOOD TO GO und Biohof

In mehreren Impulsvorträgen konnten die Besucher/innen mehr darüber erfahren, welche Startups aktuell gegen Lebensmittelverschwendung kämpfen und vor allem wie: So z. B. das Start-up Foodtracks aus Münster: Das geht Lebensmittelverschwendung noch vor dem Entstehen an – und zwar mit Hilfe von Daten: Es soll nur produziert werden, was man realistisch verkaufen kann! Dazu hat das Münsteraner Startup eine Controlling & Forecasting-Software entwickelt.

Die Teilnehmer/innen bei der Nacht der Ideen gegen Lebensmittelverschwendung. Organisiert wurde der Abend vom Foodhub NRW. Hier mit Veggie Specials Gründer Matthias Beuger (4. v. l.)

Auch die App TOO GOOD TO GO wurde bei der Nacht der Ideen vorgestellt: Mit ihr könnt ihr mittlerweile in vielen Städten europa- und deutschlandweit Lebensmittel retten, die vor Ladenschluss noch in Restaurants, Cafés, Bäckereien, Hotels oder Supermärkten übrig sind. Ein Vertreter aus der Landwirtschaft war ebenfalls bei der Veranstaltung: Heinrich Hannen ist Öko-Landwirt beim Demeter-Betrieb Lammertzhof und engagiert sich seit vielen Jahren auch im Bereich Foodsaving: So kooperiert er mit Foodsharing Deutschland und mit dem Kölner Startup The Good Food. Regelmäßig kann hier auf dem Hof nachgeerntet werden, um so krumme Möhren, zu kleine Kartoffeln und viele andere Bio-Gemüsesorten vor dem Wegwerfen zu retten.

Heinrich Hannen (rechts) ist Besitzer des Demeter-Betriebs Lammertzhof in Kaarst. Seit einigen Jahren kooperiert er mit Foodsharing und The Good Food und engagiert sich so gegen Foodwaste.

Mit Upcycling-Ideen gegen Lebesmittelverschwendung

Besonders interessant war für uns auch die Gründer/innen von zwei Food-Startups kennenzulernen: Gründerin Julia hat mit ihrem Startup Jacky F. die Jackfrucht aus Sri Lanka in den deutschen Bio-Handel gebracht. Denn: Bisher wurden große Teile der Jackfrucht-Produktion dort nicht geerntet, weil es keinen Markt dafür gab. Das hat Jacky F. hat geändert! Und auch bei dieser neuen Idee wird ganz nach dem Motto „Das Gute steckt in der Schale“ Lebensmittel-Upcycling betrieben: ZestUp hat das weltweit erste Erfrischungsgetränk entwickelt, das seinen kompletten Fruchtgehalt aus der Schale von Bio-Früchten bezieht. Diese fallen bei der Saftproduktion als Nebenprodukte an und bekommen mithilfe des Upcyclings durch ZestUp neues Leben eingehaucht. Lecker!

Es ist immer wieder schön zu sehen, was sich auf dem Foodmarkt tut. Es gibt heute so viele inspirierende und tolle neue Ideen, wie man den Lebensmittelhandel neu denken und aufmischen kann – und damit zu weniger Müll, weniger Lebensmittelverschwendung und einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln beitragen kann.

Ein Buffet aus geretteten Lebensmitteln – passend zum Thema der abendlichen Veranstaltung.

Hintergrund zur Veranstaltung

Die Veranstaltung wurde von der Initiative Foodhub NRW zusammen mit dem Impact Hub Ruhr organisiert. Ähnlich wie bei einem Runden Tisch haben Vertreter/innen aus Agrarwirtschaft, Produktion, Handel, Gastronomie und Startups, sowie Politik über verschiedene Lösungsansätze zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung diskutiert.

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